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Interessante Berichte und Anleitungen von André (Meister) und Ralf (Werkzeugmacher).


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Geschichte des Traktors

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Der Traktor, auch Trecker oder Schlepper genannt kommt aus dem lateinischen “trahere” und bedeuted übersetzt “ziehen‚ schleppen”. Der Traktor ist eine Zugmaschine, die in der Forst- und Landwirtschaft, von Komunen, Galabau, Baustellen und vieles mehr, wo etwas gezogen oder über Traktorzapfwelle angetrieben werden soll als Arbeitsmaschine genutzt.

In Nord- und Mitteldeutschland werden Traktoren sprachgebräuchlich “Trecker” genannt, das aus dem plattdeutschen Wort trecken („ziehen“) abgeleitet ist. Im süddeutschen Raum werden Traktoren auch "Bulldog" oder "Schlepper" genannt. In Österreich und Deutschland lautet für einen Traktor die amtliche verkehrsrechtliche Bezeichnung Zugmaschine.

dampftraktor_1910Mit der Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert, wurden Zugtiere auch durch “selbstfahrende Lokomobile” oder “Dampftraktoren” ersetzt. Da diese schweren Dampftraktoren  in normalen europäischen Ackerböden versenken würden, waren zu dieser Zeit Traktoren nur sehr bedingt nützlich. So musste der Siegeszug des Treckers auf die Erfindung des Engländers Heathcote warten. Das indirekte Ziehen von Ackergeräten. Das Ackergerät wurde mittels Seilug vom Feldrand aus mit dem Dampftraktor gezogen. Die deutsche Firma Lanz hat seinerzeit auch solche ersten Dampftraktoren gebaut.

Mit dem Etablieren von Benzinmotoren wurde es anfänglich aber auch noch nicht viel besser, die Traktoren waren für vielfältige Einsätze auf dem Acker immer noch einfach zu klobig. Erst Henry Ford präsentierte 1917 den ersten brauchbaren Traktor für den Acker, den “Fordson Typ F” mit 4 Zylinder Ottomotor und der leichteren rahmenlosen Blockbauweise die heute immer noch Anwendung findet. Duch die Massenproduktion von über 100.000 Traktoren bis 1920, wurden diese auch erschwinglich. In Deutschland trat die Ära des Traktorbaus 1921 “Lanz Bulldog” an.

In Europa setzte sich in den 30er Jahren der Dieselmotor als Antriebsquelle für Traktoren durch. Bis in die 60er Jahre hin, hatten Traktoren eher geringe Kraft. Diese hatten zwar hohe Drehmomente mit stark untersetzten Getrieben, aber wenig Power. Mit modernen Traktoren, mit weit über 100kW Leistung und Geschwindigkeiten von über 80 km/h, können diese alten Traktoren nicht mithalten.

Wegweisend war die Erfindung der hinteren Dreipunktaufhängung (Dreipunkt-Kraftheber) mit Hydraulik ab ca 1960. Damit wurde der Traktor zur universellen Zug- und Antriebsmaschine, wie wir ihn heute kennen.

Dreipunkt_mechanik.svgAufbau des Dreipunkt-Krafthebers (hier mit Fanghaken)
1 - Hubarm
2 - Oberlenker
3 - Befestigung am Traktor
4 - Hubzylinder
5 - höhenverstellbare Hubstange
6 - Unterlenker
7 - Reduzierkugel im Fanghaken

Euer Ralf

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